Wer im Bereich Ad-Tech arbeitet, hat sicherlich schon einmal den Begriff „Deal-ID“ gehört. Die meisten Menschen (selbst aus der Werbebranche) wissen jedoch nicht genau, was eine Deal-ID ist und warum sie in programmatischen Anzeigen verwendet wird.

Ändern wir das. Angenommen, ein Werbetreibender erhält die Möglichkeit, auf Werbeflächen zu bieten, bevor diese öffentlich ausgeschrieben werden . Um den Deal abzuschließen, muss das Angebot des Publishers den Anforderungen des Werbetreibenden entsprechen (Format der Werbeflächen, Preisvereinbarung usw.). Sobald Publisher und Werbetreibender die Bedingungen ausgehandelt haben, wird eine Deal-ID vergeben.

Was ist also die Deal-ID?

Die Deal-ID (oder Deal-Kennung) ist eine eindeutige Identifikationsnummer, die Käufern und Verkäufern zur gegenseitigen Identifizierung zugewiesen wird. Mithilfe dieser Nummern werden Publisher und Werbetreibende individuell anhand der Anforderungen beider Parteien zusammengeführt. Zu diesen Anforderungen können beispielsweise der Mindestgebotspreis, das Format der Anzeigeneinheit , die Platzierung des Inventars auf der Website des Publishers und weitere Faktoren gehören.

Deal ID wurde eingeführt, um Publishern und Werbetreibenden mehr Flexibilität und Kontrolle zu bieten. Mit der Deal-ID können Publisher ganz einfach Werbetreibende identifizieren, die an ihrem Inventar interessiert sein könnten, und sie dann zum Kauf (oder zum Bieten) einladen.

Google Ad Exchange verwendet die Deal-ID für private Auktionen und bevorzugte Deals . Werbetreibende können mit der Deal-ID auf Impressionen in eingeladenen Auktionen bieten, bevor diese öffentlich zugänglich gemacht werden.

Was sind die Vorteile von Deal ID?

Deal ID soll es Käufern und Verkäufern erleichtern, einander zu finden. Es bietet Werbetreibenden die einzigartige Möglichkeit, auf private Bestände zuzugreifen und kreative Kampagnen durchzuführen. Und Verlage haben die Gewissheit, dass ihre Bestände in guten Händen sind.
Hier sind die detaillierten Vorteile einer Deal-ID.

  1. Flexibilität:

    Der private Handel war so eingeschränkt, dass es den Publishern nicht möglich war, den Werbetreibenden zu finden, der sich speziell für ihr Inventar interessierte. Deal ID hat dieses Problem gelöst. Publisher können jetzt interessierte Käufer finden, indem sie einfach ihre Deal-IDs überprüfen.

  2. Steuern:

    Publisher nutzen Private Deals, um ihr Premium-Inventar gezielter und präziser zu vermarkten. Deal ID unterstützt diese Kontrolle, indem es dem Publisher ermöglicht, die Position der Werbeflächen und sogar das Format der Anzeigen festzulegen.

  3. Angebot zum besseren Preis:

    Publisher können verschiedene Werbetreibende einladen und anhand ihrer Deal-ID deren Bedarf ermitteln. Dies gibt ihnen die Chance, Geschäfte zu besseren Preisen abzuschließen. Andererseits erhalten Werbetreibende Premium-Inventar zu einem erschwinglichen Preis.

  4. Transparenz:

    Im Gegensatz zu RTB , wo das Inventar des Publishers dem gesamten Markt zur Verfügung steht, sind Private Marketplaces und Programmatic Direct deutlich diskreter. Da sowohl Publisher als auch Werbetreibende an einem Vertrag interessiert sind, diskutieren sie die Konditionen offen und verhandeln bessere Ergebnisse, was letztendlich für mehr Transparenz im Vertrag sorgt.

Nachteile von Deal ID

AdExchanger erwähnte in einem seiner Artikel : „Programmatic Advertising soll den Anzeigeneinkauf automatisieren und vereinfachen, doch die Ausführung einer Deal-ID ist mitunter sogar noch aufwendiger als das alte Input-Output-Verfahren. Aktuell erstellt der Publisher eine Deal-ID, eine eindeutige Nummer, und übermittelt diese manuell per Tabellenkalkulation oder E-Mail an den Käufer. Dieser gibt die Nummer dann manuell in seine DSP ein, um den Kauf abzuschließen.“

Das eigentliche Problem beginnt beim Einrichten der Deal-ID. Da der Prozess eher manuell als programmatisch ist. Wir alle wissen, dass Menschen vor allem im Umgang mit Zahlen dazu neigen, Fehler zu machen. Selbst wenn Verlage und Werbetreibende wissen, dass ein Deal erhebliche Einnahmen bringen kann, besteht immer ein gewisses Unbehagen darüber, wie etwas schiefgehen kann.

Diese chaotische Natur von Deal ID kann jedoch gelöst werden, wenn der Prozess automatisierter gestaltet werden kann.

Es gibt noch weitere Herausforderungen bei Deal-IDs. Bei Programmatic Direct wird die Verwaltung über die Deal-ID schwierig. Beispielsweise kann ein Lagerbestand ignoriert werden, weil der Käufer kein Gebot für den Lagerbestand abgegeben hat oder sein Gebot nicht der Preisvereinbarung entsprach und daher abgelehnt wurde. Aufgrund solcher Verwaltungsprobleme unterstützen viele DSPs die Deal-ID nicht.

Was kommt als nächstes

Deal-Identifikatoren wurden eingeführt, um die Display-Werbebranche flexibler zu gestalten. Dies brachte jedoch einige Managementprobleme mit sich, die dringend behoben werden müssen. Angesichts fortschrittlicher Alternativen wie Private Dealing Rooms ist der Markt derzeit hart umkämpft und bietet nur Platz für die Besten.

Häufig gestellte Fragen

1. Wie finde ich meine Deal-ID?

Durch Klicken auf den Deal in der Deals-Pipeline in der Pipedrive-Web-App können Sie die Deal-ID manuell finden. Überprüfen Sie die letzte(n) Ziffer(n) der URL. Hier ist eine Beispiel-URL: https://companydomain.pipedrive.com/deal/222, was bedeutet, dass die Deal-ID 222 ist.

2. Ist die Deal-ID dasselbe wie die PMP?

Publisher nutzen Deal-IDs, auch Private Marketplaces oder PMPs genannt, um Käufern eine kuratierte Auswahl an Inventar zu einem CPM-Preis anzubieten, der auf einer Auktion nur auf Einladung basiert. Mit Improve Digital können Verlage über Demand Partners (DSPs) mit Käufern in Kontakt treten.

3. Was sind programmatische Anzeigen?

Im Gegensatz zu traditionellen (oft manuellen) Methoden der digitalen Werbung nutzt Programmatic Advertising automatisierte Technologie für den Mediaeinkauf.

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